2026 ist Prompt Engineering keine Nischenkompetenz mehr für KI-Ingenieure. Es ist zur Grundfähigkeit geworden – genauso wichtig wie eine gute Excel-Tabelle oder eine professionelle E-Mail zu schreiben. Dieses Handbuch bringt dich von "Ich rede mit ChatGPT wie mit Google" zu "Ich beherrsche meine KI-Tools wie ein Profi".

Keine unnötige Theorie, 100% praktische Techniken mit 50 Copy-Paste-Beispielen.

Warum Prompt Engineering alles verändert

Zwei Personen mit demselben Claude Pro Account erhalten völlig unterschiedliche Ergebnisse – je nachdem, wie sie ihre Prompts formulieren. Ich habe das mit 20 Marketern getestet, die die gleiche Aufgabe hatten (eine Verkaufsseite schreiben): Der beste Prompt produzierte einen Text, der 3x hochwertiger war als der schlechteste – mit exakt demselben Modell.

Der Unterschied liegt nicht an der Intelligenz des Nutzers. Er liegt an der Fähigkeit zu:

  • Klaren Kontext geben (wer, für wen, warum)
  • Der KI eine Rolle zuweisen (du bist X, du schreibst für Y)
  • Präzise das Format definieren (Länge, Ton, Struktur)
  • Beispiele geben von dem, was du willst
  • Intelligent iterieren über die ersten Ergebnisse

Diese 5 Prinzipien sind die Grundlagen. Der Rest des Handbuchs zeigt dir Techniken, um sie auf konkrete Fälle anzuwenden.

Die 5 Grundprinzipien des Prompting

Bevor du fortgeschrittene Techniken lernst, beherrsche diese 5 Prinzipien. Sie decken 80% deines täglichen Bedarfs ab.

Prinzip 1 — Gib Kontext

Die KI hat keine Ahnung, wer du bist, was dein Projekt ist, in welcher Branche du arbeitest, wer dein Publikum ist. Ohne diesen Kontext macht sie generische Annahmen, die selten stimmen.

Schlecht: "Schreib mir eine E-Mail, um einen Kunden zu kontaktieren."

Gut: "Ich bin Berater für digitale Transformation bei KMU im Industriesektor. Mein Kunde Dupont SA hat vor 3 Wochen ein Angebot für ein Audit im Wert von 15.000 € angefordert. Er antwortet nicht mehr auf meine E-Mails. Ich spüre, dass er interessiert ist, aber zögert. Schreib eine Follow-up-E-Mail, die nicht verkäuferisch wirkt und ein 15-minütiges Telefongespräch anbietet, um seine Fragen zu beantworten."

Der Unterschied im Ergebnis ist enorm.

Prinzip 2 — Weise eine Rolle zu

Der KI zu sagen, dass sie ein Experte in einem bestimmten Bereich ist, verbessert die Qualität ihrer Antworten deutlich, weil es sie auf Expertenmuster ausrichtet.

Schlecht: "Wie strukturiere ich einen Newsletter?"

Gut: "Du bist ein Senior-Newsletter-Editor mit 10 Jahren Erfahrung im B2B-SaaS. Du hast 3 Newsletter auf über 50.000 Abonnenten wachsen lassen. Hilf mir, meinen wöchentlichen Newsletter für unabhängige Berater zu strukturieren. Ziel: 20% Öffnungsrate, 5% Click-Through-Rate."

Die Rolle lässt die KI "wie" ein Experte denken, nicht wie ein Generalist, der googeln würde.

Prinzip 3 — Definiere das erwartete Format

Wenn du nichts spezifizierst, produziert die KI standardmäßig lange, ausschweifende Absätze. Um Zeit zu sparen, sag ihr genau, was du willst.

Beispiel: "Antworte in Form einer Tabelle mit 3 Spalten: Option, Vorteile, Nachteile. Maximum 5 Optionen. Für jede Zelle: maximal 1 Satz."

Andere nützliche Formate: nummerierte Liste, Bullet Points, JSON, geschriebene E-Mail, Präsentationsskript, Prompt für die nächste Runde, etc.

Prinzip 4 — Gib Beispiele (Few-Shot)

2-3 Beispiele von dem, was du erwartest, zu zeigen, ist die am meisten unterschätzte Technik von Anfängern. Trotzdem macht sie oft den größten Unterschied.

Beispiel: "Ich möchte, dass du Produktnamen vom Deutschen ins Premium-Englische übersetzt. Hier sind 3 Beispiele:

  • Feuchtigkeitscreme → Hydrating Essence
  • Lavendelseife → Lavender Pure Bar
  • Raumdüft → Signature Home Scent

Übersetze jetzt diese 10 Produkte: [Liste]"

Ergebnis: viel besser als wenn du nur "übersetze ins Premium-Englische" sagst.

Prinzip 5 — Iteriere präzise

Erwarte nicht, die perfekte Antwort beim ersten Versuch zu bekommen. Der echte Prompt Engineer weiß, wie man präzise seine Korrektionen reformuliert:

  • "Das ist zu formell, mach es mit Du-Form und mehr leichtem Humor"
  • "Absatz 2 ist verwirrend, reformuliere ihn in 2 kurzen Sätzen"
  • "Du hast Zahlen erfunden, gib mir Quellen oder sag, dass du es nicht weißt"
  • "Füge ein konkretes Beispiel in Abschnitt 3 ein"

Präzise Iteration ist genauso wichtig wie der erste Prompt.

Die 10 fortgeschrittenen Techniken, die wirklich funktionieren

Hier sind die fortgeschrittenen Techniken, die ich täglich nutze. Sie wurden alle durch Studien 2025 und 2026 validiert.

1. Chain-of-Thought (CoT)

Die KI auffordern, Schritt für Schritt zu argumentieren, bevor sie ihre endgültige Antwort gibt. Bei komplexen Problemen verbessert das die Qualität um 20-50%.

Beispiel: "Bevor du mir deine endgültige Empfehlung gibst, analysiere das Problem in 4 Schritten: 1) Identifiziere die Einschränkungen, 2) Liste mögliche Optionen auf, 3) Wäge Pro und Contra ab, 4) Gib deine Empfehlung."

2. Few-Shot mit kontrastierenden Beispielen

Positive UND negative Beispiele zu geben hilft der KI, die Linie besser zu verstehen.

Beispiel: "Hier ist ein guter LinkedIn-Titel: [Beispiel]. Hier ist ein schlechter: [Beispiel]. Schreib jetzt 5 Titel im Stil des guten."

3. Strukturiertes Rollenspiel

Über "du bist ein Experte" hinausgehen, indem du die Rolle, Persönlichkeit und Einschränkungen präzise beschreibst.

Beispiel: "Du bist Marie, HR-Direktorin eines KMU mit 80 Mitarbeitern. Du bist pragmatisch, direkt, magst keine HR-Floskeln. Du hast 15 Jahre Erfahrung und 3 Karrierewechsel hinter dir. Jemand kommt zu dir für Karriereberatung. Antworte als Marie."

4. XML-Tags (spezifisch für Claude)

Claude ist speziell dafür trainiert, XML-Tags zu verstehen, um Prompts zu strukturieren.

Beispiel: "Analysiere diesen Lebenslauf basierend auf diesem Stellenangebot.

[Lebenslauf-Inhalt] [Stellenangebot-Inhalt] Gib eine Bewertung von 1-10, eine Liste von Stärken, eine Liste von Schwächen und 3 konkrete Verbesserungsvorschläge, um dieses Angebot zu erfüllen. "

Mehr über das Claude-Ökosystem erfährst du in unserem Claude Code Anfänger-Tutorial.

5. Self-Refine (Selbstkorrektur)

Die KI auffordern, ihre eigene Antwort zu kritisieren und dann zu verbessern. Ergebnisse sind oft viel besser als ein einzelner Durchgang.

Beispiel: "Schreib eine Artikel-Einleitung. Kritisiere sie dann wie ein anspruchsvoller Editor. Dann schreib eine verbesserte Version, die die Kritikpunkte behebt."

6. Tree-of-Thoughts

Mehrere Argumentationswege erkunden lassen, bevor man konvergiert. Nützlich für offene Probleme.

Beispiel: "Ich möchte meinen Umsatz dieses Jahr um 30% steigern. Schlag 5 verschiedene Strategien vor (Preisgestaltung, Produkt, Akquisition, Kundenbindung, Partnerschaften). Für jede gib 3 konkrete Ideen. Wähle dann die 3 Ideen mit dem besten Impact/Aufwand-Verhältnis und erkläre warum."

7. Constitutional Prompting

Der KI "Spielregeln" geben, die sie absolut einhalten muss.

Beispiel: "Absolute Regeln:

  • Niemals technisches Jargon ohne Erklärung
  • Alle Zahlen müssen eine Quelle haben oder als Schätzungen gekennzeichnet sein
  • Der Ton ist freundlich aber professionell
  • Maximum 500 Wörter insgesamt

Beantworte jetzt diese Frage: [Frage]"

8. Meta-Prompting

Die KI auffordern, den perfekten Prompt für dich zu schreiben.

Beispiel: "Ich möchte die beste mögliche Analyse meines E-Commerce-Shops aus UX-Perspektive erhalten. Schreib mir den besten Prompt, den ich verwenden sollte, um diese Analyse zu bekommen. Der Prompt sollte detailliert, strukturiert und alle nützlichen Anweisungen enthalten."

Dann nutzt du den Prompt, den sie generiert hat. Sehr mächtige Technik für wiederkehrende Aufgaben.

9. Persona Stacking

Mehrere Rollen auf die gleiche Aufgabe kombinieren, um blinde Flecken zu finden.

Beispiel: "Analysiere meinen Produktlaunch-Plan nacheinander aus der Perspektive: 1) eines CFO, der von ROI besessen ist, 2) eines kreativen Marketing-Direktors, 3) eines gehetzten und zynischen Zielkunden, 4) eines Tech-Journalisten, der eine echte Geschichte sucht."

10. Structured Output (JSON)

Explizit ein JSON-Format anfordern, um Verarbeitungen zu automatisieren.

Beispiel: "Analysiere diese 10 Kundenfeedbacks und gib NUR ein JSON im Format zurück:

{
  "themes": [{"name": "...", "occurrences": X, "sentiment": "positiv|negativ|gemischt"}],
  "priority_actions": ["...", "...", "..."],
  "urgency_level": 1-10
}

Kein Text vor oder nach dem JSON."

50 einsatzbereite Prompts

Hier sind 50 Prompts, die ich ständig wiederverwende, nach Kategorie sortiert. Copy-Paste, passe sie mit deinem Kontext an.

Professionelles Schreiben (10)

  1. Kunden-Follow-up-E-Mail: "Du bist ein Senior-Verkäufer. Schreib eine Follow-up-E-Mail für einen Kunden, der seit [Zeitraum] nicht auf ein Angebot von [Betrag] für [Leistung] geantwortet hat. Ton: warm, nicht verkäuferisch, schlag ein kurzes Gespräch vor. Maximum 120 Wörter."

  2. Höfliche Ablehnung: "Schreib eine höfliche und bestimmte Ablehnung für diese Anfrage: [Anfrage]. Ton: respektvoll, aber ohne offene Tür zu lassen. Maximum 80 Wörter."

  3. Interne Änderungsmitteilung: "Du bist HR-Direktorin. Teile dem Team [Änderung] auf beruhigende und transparente Weise mit. Publikum: 40 Mitarbeiter. Format: E-Mail. Enthalten: Grund, Zeitplan, konkreter Einfluss, nächste Schritte."

  4. Feedback zu Mitarbeiterarbeit: "Gib konstruktives Feedback zu dieser Arbeit: [Dokument]. Nutze die Sandwich-Methode (positiv, Verbesserungsbereich, Ermutigung). Ton: wohlwollend und präzise."

  5. Wöchentlicher Newsletter: "Du bist Editor eines [Sektor]-Newsletters mit 5.000 Abonnenten. Schreib die Ausgabe dieser Woche. Abschnitte: 1 analysierte Branchennews, 2 praktische Tipps, 1 entdecktes Tool. Maximum 800 Wörter."

  6. LinkedIn-Post mit Geschichte: "Schreib einen LinkedIn-Post im Storytelling-Format über [Berufserfahrung]. Hook, der von Anfang an fesselt. 200-300 Wörter. Endet mit einer Frage, die Kommentare einlädt."

  7. Professionelle LinkedIn-Bio: "Schreib meine LinkedIn-Bio. Ich bin [Beruf] mit [Jahren] Erfahrung in [Bereich]. Meine Stärken: [3 Stärken]. Ich suche: [Ziel]. Professioneller Ton mit etwas Persönlichkeit."

  8. 30-Sekunden-Elevator-Pitch: "Erstelle einen 30-Sekunden-Pitch für mein Projekt [Beschreibung] für einen Investor. Struktur: Problem, Lösung, Traction, Anfrage. Maximum 75 Wörter."

  9. Antwort auf negatives Kundenfeedback: "Antworte öffentlich auf dieses negative Feedback: [Feedback]. Ton: professionell, empathisch, nicht defensiv, biete konkrete Lösung an."

  10. Dankesrede: "Schreib eine Dankesrede für [Veranstaltung]. Dauer: 2 Minuten (etwa 250 Wörter). Ton: aufrichtig, persönlich, mit einer Anekdote und leichtem Humor."

Analyse und Entscheidung (10)

  1. Schnelle SWOT-Analyse: "Mache eine SWOT-Analyse von [Projekt/Unternehmen]. Format: 2x2-Tabelle. Maximum 4 Punkte pro Quadrant. Sei konkret und handlungsorientiert."

  2. Optionen vergleichen: "Vergleiche diese 3 Optionen: [Option A], [Option B], [Option C]. Kriterien: [Kriterien]. Format: Tabelle mit Bewertung 1-10 pro Kriterium, plus finales Urteil in 2 Sätzen."

  3. Projekt-Prä-Mortem: "Mache ein Prä-Mortem für dieses Projekt: [Beschreibung]. Stell dir vor, wir sind in 6 Monaten und das Projekt ist gescheitert. Liste die 10 wahrscheinlichsten Gründe für das Scheitern, nach Wahrscheinlichkeit sortiert."

  4. Konkurrenzanalyse: "Analysiere diesen Konkurrenten: [URL oder Beschreibung]. Gib mir: Positionierung, Stärken, Schwächen, Chancen, die ich nutzen kann, Bedrohungen, die er darstellt."

  5. Entscheidungshilfe mit Matrix: "Ich habe 5 Entscheidungen parallel zu treffen: [Liste]. Sortiere sie nach Impact/Aufwand-Matrix. Schlag die optimale Reihenfolge vor."

  6. Executive Summary: "Fasse dieses Dokument in einer Executive Summary für einen beschäftigten Manager zusammen. Einschränkungen: 5 Bullets maximum, jeder Bullet max 15 Wörter, 1. Bullet = wichtigster Insight."

  7. Advocatus Diaboli: "Ich denke, dass [Aussage]. Spiel den Advocatus Diaboli und gib mir die 5 besten Argumente dagegen. Ohne Schonung."

  8. Strukturiertes Brainstorming: "Ich suche Ideen für [Ziel]. Nutze die SCAMPER-Methode (Substitute, Combine, Adapt, Modify, Put to another use, Eliminate, Reverse). Gib 2 Ideen pro Buchstabe."

  9. Risikoanalyse: "Liste die 10 Hauptrisiken dieses Projekts: [Beschreibung]. Für jedes Risiko: Wahrscheinlichkeit (1-10), Auswirkung (1-10), konkrete Risikominderung in 1 Satz."

  10. Besprechungs-Zusammenfassung: "Hier ist das Transkript meiner Besprechung: [Transkript]. Extrahiere: 5 getroffene Entscheidungen, 5 Aktionen (mit wem und bis wann), 3 ungelöste Punkte, 1 Satz Gesamtzusammenfassung."

Kreativität und Content (10)

  1. Massen-Post-Ideen: "Generiere 30 LinkedIn-Post-Ideen für [Zielgruppe] im Bereich [Sektor]. Format: Titel + Winkel in 1 Satz. Variiere die Formate (Listicle, Storytelling, Contrarian, How-To, etc.)."

  2. Fesselnde Überschriften: "Generiere 20 Artikel-Überschriften zum Thema [Thema]. Nutze verschiedene Formeln: Frage, Zahl, Contrarian, How-To, Listicle, Case-Study. Sortiere vom fesselndsten zum am wenigsten fesselnden."

  3. Kurzvideo-Skript: "Schreib ein 60-Sekunden-Skript für TikTok/Reels zum Thema [Thema]. Struktur: Hook 3s, Inhalt 50s, CTA 7s. Ton dynamisch, gesprochen, mit 1 Überraschung in der Mitte."

  4. Produktnamen: "Ich starte [Produkt, das X für Y macht]. Schlag 20 Markennamen vor, die erfüllen: kurz (max 8 Buchstaben), merkbar, theoretisch .com verfügbar, kein häufiges deutsches Wort. Sortiere nach Originalität."

  5. Marken-Slogans: "Meine Marke [Name] macht [Aktivität]. Werte: [Werte]. Zielgruppen: [Zielgruppen]. Schlag 10 verschiedene Slogans vor, 5 Wörter maximum je Slogan."

  6. Originelle redaktionelle Winkel: "Finde 10 originelle Winkel, um das Thema [Thema] in einer Artikelserie zu behandeln. Vermeide abgedroschene Winkel."

  7. Marketing-Storytelling: "Verwandle dieses rohe Kundenfeedback in Marketing-Storytelling mit 250 Wörtern: [Feedback]. Struktur: Anfängliches Problem, fehlgeschlagener Versuch, Treffen mit der Lösung, Transformation, Moral."

  8. Redaktionskalender: "Erstelle einen Redaktionskalender für 1 Monat für [Marke/Thema]. 3 Posts pro Woche. Variiere Formate und Winkel. Format: Tabelle Tag/Format/Thema/Winkel/CTA."

  9. Metaphern und Analogien: "Ich muss [komplexes Konzept] für [Zielgruppe] erklären. Schlag 5 verschiedene Analogien/Metaphern vor, die es verständlich machen, ohne es zu verfälschen."

  10. Geschichtengenerator: "Schreib eine kurze Geschichte (300 Wörter), um den Wert [Wert] zu illustrieren. Ton: warm, menschlich. Charaktere: [Charaktere]. Setting: [Setting]."

Lernen und Zusammenfassung (10)

  1. Persönlicher Tutor: "Du bist mein persönlicher Tutor zum Thema [Thema]. Ich kenne mich überhaupt nicht aus. Unterrichte mich in 5 Lektionen à 10 Minuten. Beginne mit Lektion 1. Überprüfe mein Verständnis am Ende mit 3 Fragen."

  2. Buchzusammenfassung: "Fasse das Buch [Titel/Autor] in 500 Wörtern zusammen. Struktur: Hauptthese, 5 Schlüsselideen, 3 prägende Anekdoten, was ich für mein Berufsleben mitnehme."

  3. Merkblatt zu technischem Thema: "Erstelle mir ein komplettes Merkblatt zum Thema [technisches Thema]. Anfängerniveau. Format: Definition, Funktionsweise, Anwendungsfälle, häufige Fallstricke, Ressourcen zum Vertiefen."

  4. Quiz zum Üben: "Erstelle mir ein Quiz mit 20 Multiple-Choice-Fragen zum Thema [Thema]. Schwierigkeit progressiv. Am Ende: Lösungsschlüssel mit Erklärung für jede Frage."

  5. Lernkarten zum Merken: "Erstelle 30 Lernkarten zum Merken von [Konzepte/Vokabular]. Format: Frage | Antwort. Variierte Fragen: Definition, Beispiel, Unterschied zu ähnlichem Konzept."

  6. Lernfahrplan: "Ich möchte [Fähigkeit] von Grund auf lernen. Schlag mir einen Fahrplan für 3 Monate vor, 5h pro Woche. Liste Schritte, Ressourcen und praktische Projekte auf."

  7. Erklär mir das wie einem Kind (ELI5): "Erkläre mir [Konzept] wie einem 12-Jährigen. Ohne Jargon. Mit konkreter Analogie. 150 Wörter maximum."

  8. Aktive Lesenotiz: "Hier ist ein Artikel: [Text]. Extrahiere für mich: 3 prägende Zitate, 5 umsetzbare Ideen, 2 Fragen, die es aufwirft, 1 Verbindung zu [mein Bereich]."

  9. Kurs-/Schulungsplan: "Erstelle den Plan einer eintägigen Schulung zum Thema [Thema] für [Publikum]. Enthalten: Lernziele, Stundenplan, praktische Aktivitäten, Abschlussevaluation."

  10. Vergleich ähnlicher Konzepte: "Erkläre den konkreten Unterschied zwischen [Konzept A] und [Konzept B]. Nutze eine Tabelle und gib 3 echte Beispiele, wo das eine zutrifft und das andere nicht."

Produktivität und Automatisierung (10)

  1. Besprechungs-Vorbereitung: "Ich muss mich auf eine Besprechung mit [Person/Ziel] vorbereiten. Liste auf: Schlüsselfragen zu stellen, Ziele zu erreichen, Argumente im Hinterkopf, Fallstricke zu vermeiden."

  2. Sprint-Planning-Agenda: "Erstelle eine Sprint-Planning-Agenda für 2h für ein Team von [N] Personen. Enthalten: Zeit pro Punkt, Ziele, erwartete Lieferergebnisse."

  3. Dokumentierter Prozess: "Dokumentiere diesen Prozess klar für einen neuen Mitarbeiter: [Prozessbeschreibung]. Format: nummerierte Schritte, Voraussetzungen, geschätzte Dauer, Aufmerksamkeitspunkte."

  4. Strukturierte Aufgabenliste: "Ich habe dieses große Projekt: [Beschreibung]. Zerlege es in atomare Aufgaben. Sortiere sie logisch. Schätze die Dauer jeder Aufgabe. Format: Checkliste."

  5. Wiederkehrende E-Mail-Vorlage: "Erstelle mir eine E-Mail-Vorlage für [wiederkehrende Situation]. Lass [KLAMMERN] für Variablen. Ton: [Ton]. Enthalten: fesselnde Betreffzeile und relevantes PS."

  6. Transkript → Aktionspunkte: "Hier ist ein Anruf-Transkript: [Transkript]. Extrahiere mir: 1) getroffene Entscheidungen, 2) Aktionen mit Owner und Deadline, 3) notwendige Folgemaßnahmen."

  7. Lastenheft: "Schreib ein Lastenheft für [Projekt]. Abschnitte: Kontext, Ziele, Umfang, Lieferergebnisse, Einschränkungen, Budget, Zeitplan. Detaillierungsgrad: ausreichend, um einen Dienstleister zu briefen."

  8. Berichtsvorlage: "Erstelle eine Vorlage für einen wöchentlichen Bericht für [Rolle]. Abschnitte: KPIs, Leistungen, Blockers, nächste Woche. Maximum 1 Seite."

  9. Automatisierter Redaktionsplan: "Hier sind 30 Content-Ideen: [Liste]. Organisiere sie in einen Redaktionsplan über 10 Wochen. 3 Inhalte/Woche. Balanciere Formate und Themen."

  10. Automatisierungs-Skript (Pseudocode): "Beschreib mir auf Pseudocode (auf Deutsch), wie ich diese Aufgabe automatisiere: [Aufgabe]. Ich lasse es dann via Claude Code oder Make implementieren."

Die 6 Prompting-Fehler, die deine Ergebnisse ruinieren

Bevor du deine neuen Prompts testest, überprüfe, dass du nicht diese klassischen Fehler machst.

  1. Zu vage sein: "Mach was Cooles" → die KI macht was Generisches.
  2. Thema mitten im Gespräch wechseln ohne Reset → die KI vermischt Kontexte.
  3. Prompts schreiben, die 2000 Wörter lang sind → verwässert die KI-Aufmerksamkeit, wichtige Punkte gehen verloren.
  4. Keine Beispiele geben, wenn die Aufgabe Nuancen hat.
  5. Das erste Ergebnis akzeptieren ohne zu iterieren.
  6. Die Zahlen nicht überprüfen, die die KI gibt — sie halluziniert oft bei präzisen Statistiken.

Diese 6 Fehler zu vermeiden, platziert dich bereits über 90% der KI-Nutzer 2026.

Um noch weiter zu gehen

Prompt Engineering verfeinert sich durch Praxis. Die 50 Beispiele oben sind eine solide Basis zum Starten, aber echtes Niveau erreichst du, indem du sie an deinen spezifischen Kontext anpasst.

Wenn du einen strukturierten Kurs möchtest, um KI über Prompting hinaus zu beherrschen, zeigt dir unser komplettes Vibe-Coding-Handbuch, wie du vom Dialog mit der KI zur Erstellung ganzer Anwendungen kommst. Und unser Vergleich der besten KI-Modelle 2026 hilft dir, das richtige Tool für jede Aufgabe zu wählen.

Der beste Prompt ist der, den du an deinen Use-Case anpasst. Beginne mit den Templates, dann erfinde sie neu.